Auto­rei­fen und Fel­gen sind unver­zicht­ba­rer Bestand­teil ihres Autos. Man unter­schei­det zwi­schen Sommer‑, Win­ter- und Ganz­jah­res- bzw. All­wet­ter­rei­fen. Som­mer­rei­fen wer­den als Berei­fung bei Tem­pe­ra­tu­ren über 7°C emp­foh­len, Win­ter­rei­fen soll­ten dem­entspre­chend ab einer Außen­tem­pe­ra­tur von unter 7°C benut­zen, Ganz­jah­res- bzw. All­wet­ter­rei­fen kön­nen das gan­ze Jahr über ver­wen­det werden.

Die­se Emp­feh­lun­gen gel­ten, da die Gum­mi­mi­schung des Lauf­strei­fens der Rei­fen für hohe bzw. nied­ri­ge Tem­pe­ra­tu­ren aus­ge­legt ist und sich um den Wert von 7°C ver­här­tet oder zu weich ist. Dies beein­flusst die Kraft­über­tra­gung und ver­län­gert je nach Geschwin­dig­keit den Brems­weg. Ein wei­te­rer Punkt, auf den geach­tet wer­den muss, ist die Rei­fen­pro­fil­tie­fe. Die­se muss laut Gesetz­ge­ber min­des­tens 1,6 mm betra­gen. Als Abrie­b­in­di­ka­to­ren die­nen soge­nann­ten TWI-Indi­ka­to­ren, klei­ne Drei­ecke in meh­re­ren Pro­fil­ril­len, die eine Rest­pro­fil­tie­fe von 1,6 mm anzei­gen. Neben der Gefähr­dung des Stra­ßen­ver­kehrs, droht ab einer Pro­fil­tie­fe unter 1,6 mm ein Buß­geld in Deutschland.

Die Lebens­dau­er eines Rei­fens ist auch bei Still­stand des Fahr­zeugs nicht unbe­grenzt, da Alters­er­schei­nun­gen und Ver­sprödung ein­tre­ten kön­nen. Um die Abnut­zung des Rei­fens mög­lichst gering zu hal­ten, soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass der vom Fahr­zeug­her­stel­ler (meis­tens in der Auto­tür) ange­ge­be­ne Rei­fen­druck, im kal­ten Zustand der Rei­fen, ein­ge­hal­ten wird.

Reifenabmessung

Ein Auto­rei­fen wird durch fol­gen­de Anga­ben bestimmt, wel­che auf der Sei­te des Rei­fens zu sehen sind und am Bei­spiel 185/65 R 15 85 H erläu­tert werden:

  • 185: Rei­fen­brei­te von 185 mm

  • 65: Ver­hält­nis von Quer­schnitt zu Brei­te in Prozent

  • R: radia­le Bau­wei­se des Reifens

  • 15: Fel­gen­durch­mes­ser in Zoll

  • 85: Trag­fä­hig­keits­in­dex

  • H: Geschwin­dig­keits­in­dex, der das maxi­mal erlaub­te Tem­po bzw. die zuläs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit angibt (Q = 160 km/h, T = 190 km/h, H =  210 km/h, V = 240 km/h, W = 270 km/h, Y = 300 Km/h.)

Reifenaufbau

Der Lauf­strei­fen stellt die Ver­bin­dung zur Fahr­bahn her und ent­hält das Pro­fil­de­sign (Pro­fil­blö­cke und ‑ril­len) sowie Lamel­len, die je nach Som­mer- oder Win­ter­rei­fen ver­schie­den auf­ge­baut sind.

Die Kar­kas­se stellt das tra­gen­de Gerüst eines Rei­fens dar. Sie besteht aus Gewe­be­schich­ten, die in Gum­mi ein­ge­bet­tet sind. Das Gewe­be besteht bei PKW-Rei­fen aus Kunst­fa­sern oder Kunst­sei­de (Ray­on). Die Sei­ten­wand dient dem äuße­ren Schutz der Karkasse.

Die Wulst sorgt für die fes­te Ver­bin­dung zwi­schen Rei­fen und Fel­ge und besteht aus Stahl­dräh­ten sowie aus der Wulst­ze­he und Wulstferse.

Bei wei­te­ren Fra­gen ste­hen wir Ihnen sehr ger­ne zur Ver­fü­gung. Wir freu­en uns auf Ihren Besuch.